Beiträge

Wozu freie Schulen?

Die Freien Schulen haben im Herbst 2016 beim Verfassungsgerichtshof Klage um finanzielle Gleichstellung mit konfessionellen Privatschulen eingereicht. Die gerechte Finanzierung aller Schulen ist in den meisten europäischen Staaten bereits umgesetzt. Warum nicht auch in Österreich?

In Österreich beobachten wir nämlich eine beunruhigende Schieflage: Freie Schulen erhalten nur ein Zehntel jener Gelder, die vom Staat für öffentliche und konfessionelle Schulen aufgebracht werden, der Rest muss von Eltern getragen werden.
Warum?
Meist sind es die gleichen alten Argumente: -„Freiheit kostet eben!“ „Der Staat soll zuerst das öffentliche System verbessern.“ „Wozu soll der Staat Schulen für Reiche finanzieren?“

„Freiheit kostet eben.“
– Wollen wir das?

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ECNAIS – Regionaes Sondertreffen – Zentral- und Osteuropa

Als Vertretung eines Verbandes Österreicher Schulen in freier Trägerschaft wurde ich eingeladen, diesem Sondertreffen beizuwohnen. Der Anschluss an die Gemeinschaft der Europäischen Schulen in freier Trägerschaft ist von großem Wert, und wir hoffen auf eine Fortführung der aufgenommenen guten Kontakte.
Bratislava, 21. April 2012.

Moderiert wurde dieses spezielle Treffen von ECNAIS Generalsekretär Per Kristensen.
Kristensen, selbst jahrelang Lehrer, Schuldirektor und Schulgründer freier Schulen in Dänemark, hieß die Teilnehmer herzlich willkommen und erklärte, dies sei das erste einer Reihe geplanter ECNAIS Sondertreffen mit dem Ziel, einen intensiveren regionalen Austausch unter den Mitgliedern anzuregen. Die Teilnehmer wurden gebeten, in kurzen Worten ihre Lage im eigenen Land zu schildern, sowie ihre Ideen und Wünsche kundzutun, auf welche Weise sie sich eine verstärkte Zusammenarbeit untereinander und mit ECNAIS wünschen.

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Lernumgebung und Schulkultur

Das Konzept „Schulkultur“ bildet die Basis einer eigenen Schulidentität, und die wiederum ist Voraussetzung für ein gesundes und sicheres Lernumfeld.
Vorbemerkung:
Im folgenden Artikel geht es um ein Konzept, das ein Gegengewicht darstellt zu einseitiger Konzentration auf Normierung und Evaluation eines Teilbereiches akademischen Wissens, wie es z.B. in „Bildungsstandards“ geschieht. Das Konzept „Schulkultur“ umfasst die Elemente Freiheit und Rückhalt gleichermaßen, indem es das Entstehen einer eigenen Kultur fordert, die entsprechend des Umfeldes und der Akteure eine bestimmte Form annimmt, derem Gesetzmäßigkeit klar darstellbar ist, daher Stabilität gibt, dennoch lebendig bleibt und sich weiter entwickelt.

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Bildungsverantwortung für Kinder und Jugendliche

Kurze Übersicht über die verschiedenen Schularten und Bildungswege innerhalb der Pflichtschulzeit.

In Österreich besteht Unterrichtspflicht, aber keine Schulpflicht. Diese umfasst neun Schuljahre und kann auf verschiedene Weise gestaltet werden.

Die Verantwortung für Bildung liegt dabei immer bei einem Rechtsträger (einer „juristischen Person“): Dies kann der Staat sein oder eine andere, saatlich anerkannte Trägerorganisaion; im „häuslichen Unterricht“ verantworten die Erziehungsberechtigten selbst den Lernfortschritt der Kinder.

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EU-Gesetzeslage Gerechte Finanzierung Freie Schulen

Detailliertes Gutachten von Dr.Jur. Barbara Rapp über die rechtliche Ausgangsposition zur Erreichung der finanziellen Gleichstellung der Freien Schulen, samt Auszug aus den relevanten Gesetzestexten.

Zusammenfassung rechtlicher Grundlagen und möglicher Strategien

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Skarpnäck Fria Skola –
Freie Schule Skarpnäck

Eine Schule ganz nach der Philosophie der „Gewaltfreien Kommunikation“ nach M. Rosenberg? Es gibt sie! Hier die Übersetzung eines Berichtes über die erste und lange Zeit einzige „Giraffen-Schule“.

Am 10. April 2008 öffnete die Skarpnäck Fira Skola 1 („Freie Schule Skarpnäck“, „SFS“) am Rande von Stockholm, Schweden, das erste Mal ihre Tore für außenstehende Beobachter 2 aus den Vereinigten Staaten, Europa, einschließlich Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden und der Schweiz.

Der vorliegende einführende Bericht über die SFS vollzieht den Werdegang dieser Schule nach, angefangen vom Entstehen der Vision, dem Saatkorn, bis hin zur Blüte dieses erfolgreichen Programmes – einer Orchideen-Blüte 3 im Dschungel der Bildungslandschaft 4. Dieser Bericht soll veranschaulichen, dass ein Unterricht, der auf Mitgefühl basiert, tatsächlich zu einem wettbewerbsfähigen Produkt am pädagogischen Marktplatz werden kann.

Dieser Bericht umfasst fünf Teile. Die ersten zwei sind Beschreibungen, die anderen drei haben eher analytischen Inhalt.

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Schul-Autonomie – das neue Normal

Umsetzung von Schulautonomie setzt voraus, dass die Mehrzahl der Bevölkerung fähig ist, verantwortungsvoll mit Freiräumen umzugehen.

Artikel aus dem Buch „Die Mündige Schule“

(Herausgegeben von Matthias Strolz und Michael Unger)

Spricht man in Österreich über die Idee, dass sowohl öffentliche als auch private Schulen in personeller, finanzieller und pädagogischer Hinsicht die Freiheit der Wahl haben sollen, löst dies entweder Begeisterung aus oder Skepsis – meist beides.

Sind wir – hier in Österreich – überhaupt schon fähig, mit Schulautonomie auf eine Weise umzugehen, dass sie uns insgesamt nutzt?
In diesem Artikel soll der Frage nachgegangen werden, welche Elemente es zu entwickeln und zu pflegen gilt, um die „Dreifache Schulautonomie“ zu verwirklichen.

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Waldorf Grundschule Bratislava

„Im Grunde entspricht die Art wie sie ihre Schule führen einer modernen Form des Unternehmertums. Darüber hinaus halten sie sich treu an die Waldorf Prinzipien.

Bericht von unserem Besuch anlässlich der ECNAIS Konferenz

geschrieben von Peter Owen / Ins Deutsche übertragen von Beatrice Audétat

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Matthias Strolz bei ECNAIS

Bei der ECNAIS Konferenz 2014 war Matthias Strolz von den NEOS Hauptredner zum Thema „Cooperation and Competition Parenting Social Innovation“. (Dauer inkl. Diskussion mit dem Publikum: 1h 08min)

„Kooperation und Wettbewerb schließen einander nicht aus“

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Schule im Aufbruch

Schule im Aufbruch verfolgt kein bestimmtes pädagogisches Konzept und bietet keine fertigen Rezepte an. Funktionierende Praktiken unterschiedlicher (privater sowie öffentlicher) Schulen werden aufgezeigt, wobei jede veränderungsbereite Schule sich den für sie zutreffenden Ansatz aussucht.
Aufbruch in eine neue Bildungskultur.

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